THE SPARK

Rückblick: The Spark 2017

In 2017, dem zweiten Jahr von The Spark – Der deutsche Digitalpreis, zeichneten Handelsblatt und McKinsey Unternehmen aus, die die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz verstanden hatten, deren Konzept innovativ sowie skalierbar war und bereits erfolgreich getestet wurde.

DIE PREISVERLEIHUNG

Handelsblatt und McKinsey haben am 12. Oktober 2017 vor 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum zweiten Mal The Spark – Der deutsche Digitalpreis vergeben. Zehn digitale Vorreiter-Unternehmen traten als Finalisten im Umspannwerk am Alexanderplatz in Berlin an und präsentierten sich dem Publikum.

DIE GEWINNER

Alle zehn Finalisten begeisterten die Jury mit ihrem Geschäftsmodell. Doch folgende drei konnten letztendlich überzeugen und sind als die Gewinner von The Spark 2017 hervorgegangen:

PEAT

1. PEAT

Eine Paprika aus Spanien, eine Mango aus Pakistan und eine Avocado aus Peru. Längst stammt unser Essen von Bauern und Betrieben aus der ganzen Welt. Doch nicht immer schaffen es die Produkte bis auf unsere Teller. Denn 15-30 Prozent aller Ernten fallen Schädlingen oder Pflanzenkrankheiten zum Opfer. Für einen Kleinbauern kann dies existenzbedrohend sein. Das Produkt Plantix will helfen. Bauern können mit ihrem Smartphone ein Foto der befallenen Pflanze machen. Per Bilderkennung und einer stetig wachsenden Datenbank kann Plantix über 180 Pflanzenkrankheiten automatisch erkennen und eine Handlungsempfehlung geben. Durch GPS Daten der eingesendeten Fotos kann Plantix in Echtzeit Verbreitungsmuster von Schädlingen und Krankheiten erkennen. Über eine Schnittstelle kann die Software zudem in jedes Kamerasystem integriert werden, das über einen Internetzugang verfügt. Monitoringsysteme in Gewächshäusern, Traktoren, Drohnen und Agrarrobotern könnten in Zukunft damit ausgestattet sein – und bessere Ernten garantieren.

2. CARGONEXX

Tausende LKW bahnen sich tagtäglich mit ihren Waren den Weg über deutsche und europäische Straßen. Der logistische Aufwand dahinter ist enorm – doch werden die Fahrzeuge oft nicht optimal genutzt. Längst nicht alle sind voll beladen – nicht alle erreichen pünktlich ihr Ziel und auch die Preise für Fahrten sind oft nicht transparent. Genau hier setzt der selbstlernende Algorithmus von Cargonexx an. Spotmarktpreise und Ladungsströme, aber auch Wetterdaten, werden ständig analysiert – und selbstlernende Algorithmen berechnen für Spediteure innerhalb von Millisekunden den aktuellen Preis für ihre Anfrage. Mit nur einem Klick kann dieser angenommen werden und Cargonexx übernimmt verbindlich die Verantwortung für die Lieferung. In ihrem Netzwerk aus Frachtführern sucht Cargonexx dann den passenden Partner. Die beste Tour – zum besten Preis – auch bei Teilladungen und ohne Risiko für Spediteure und Frachtführer.

Cargonexx

3. SMACC

Eine Rechnung trifft in einem Unternehmen ein. Sie wird geöffnet, sortiert, gebucht, freigegeben – typische Finanzprozesse, die mehrere Tage dauern können – und Unternehmen im Schnitt 5 Euro pro eingegangene Rechnung kosten. Wenn es dann mal stressig wird – oder das Controlling und Buchhaltung unter Druck stehen – wird es eng. Verärgerte Lieferanten oder gar Mahngebühren sind die Folge. In Zukunft nicht mehr – meint SMACC. Die künstlichen neuronalen Netze von SMACC sollen das interne Finanzwesen von Unternehmen revolutionieren. Rechnungen werden automatische erkannt, autonom kontiert und liegen dann für den digitalen Freigabeprozess vor. Das ermöglicht Liquiditätsmanagement in Echtzeit. Durch überwachtes Lernen und Sprachverarbeitung können nach und nach immer mehr unternehmensspezifische Aufgaben der Buchhaltung übernommen werden. Tagesaktuelle Transparenz über Liquidität und Geschäftsentwicklung sind möglich.

DIE FINALISTEN

Auch in 2017 suchten wir von April bis Juli die besten Bewerber und fanden zehn, die wir als Finalisten gekürt haben. Dies sind die Finalisten 2017 im Überblick:

Finalist 1

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Cargonexx GmbH

Cargonexx setzt auf selbstlernende Algorithmen die Spotmarktpreise und Ladungsströme vorhersagen, um Schwerlast-LKW-Transporte für Verlader, Speditionen und Transportunternehmen effizienter zu organisieren.

Finalist 2

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Fraugster Ltd.

Die Fraud Free Software von Fraugster bekämpft Betrug im Online-Handel mit Hilfe einer Artificial Intelligence Engine, die den Denkprozess eines menschlichen Analysten imitiert, jedoch mit der Skalierbarkeit und Geschwindigkeit einer Maschine.

Finalist 3

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Gini GmbH

Die Echtzeit-Semantik-Analyse von Gini gewinnt aus Dokumenten ohne besonderer Struktur – bspw. ein Foto einer beliebigen Rechnung – strukturierte Informationen.

Finalist 4

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octimine technologies GmbH

Octimine verfügt über eine Software für die Patentrecherche und -analyse, die sich insbesondere durch ihre Benutzerfreundlichkeit, Präzision und Schnelligkeit auszeichnet.

Finalist 5

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PEAT

Plantix von PEAT erkennt Pflanzenkrankheiten mittels Machine Learning und Image Recognition via Smartphone und gibt Empfehlung von Behandlungsmöglichkeiten.

Finalist 6

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PRECIRE Technologies GmbH

askPRECIRE leitet aus geschriebenem und gesprochenem Text psychologische Parameter ab. Durch die Kombination mehrerer Wirkweisen lassen sich psychologische Typologien erstellen und ableiten.

Finalist 7

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Renumics GmbH

Die Simulationsplattform von RENUMICS analysiert Designvariationen mit weniger Arbeitsaufwand, senkt Lizenzkosten und macht produktspezifische Simulationswerkzeuge für nicht-Simulationsexperten in kleinen und mittelständischen Unternehmen verfügbar.

Finalist 8

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SMACC GmbH

Die Cloud-Software Lösungen von SMACC automatisieren die betrieblichen Finanzprozesse von kleinen und mittleren Unternehmen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Finalist 9

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So1 GmbH

So1 bietet Händlern und Marken eine Technologie-Plattform auf Basis künstlicher Intelligenz, die Konsumenten mit individuellen und effizienten Preispromotions targetiert.

Finalist 10

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Starmind International AG

Die Starmind Technologie erschafft eine dynamische Wissensbasis in Organisationen mittels selbstlernender Algorithmen, um die menschliche Produktivität zu steigern.

DIE JURY

In einem mehrstufigen Prozess wurden aus einer Vielzahl von interessanten Bewerbern zehn spannende Finalisten ausgewählt, die sich am 18. September unserer hochkarätigen Jury in den Live-Pitches der Jurysitzung präsentierten. Die Gewinner wurden im Rahmen der Preisverleihung am 12. Oktober bekannt gegeben und geehrt.

Für The Spark 2017 stellten wir erneut eine hochkarätige Jury zusammen, die mit ihrer Expertise die The Spark Gewinner 2017 bei der Jurysitzung auswählten.

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Sven Afhüppe

Chefredakteur Handelsblatt

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Cornelius Baur

Deutschlandchef McKinsey & Company

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Lak Ananth

CEO and Managing Partner, next47

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Jackson Bond

CPO (Chief Product Officer) und Founder relayr

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Peter Leibinger

Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik, verantwortlich für Forschung und Entwicklung.

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Johann Jungwirth

Chief Digital Officer Volkswagen AG

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Jörn Nikolay

Managing Director und Leiter DACH General Atlantic

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Christian Schlögel

Chief Digital Officer Körber AG

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Frank Rosenberger

Mitglied des Vorstands – IT und Neue Märkte

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Klaus Glatz

Chief Digital Officer ANDRITZ AG

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Ann-Kristin Achleitner

Wissenschaftliche Co-Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS), Technische Universität München

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Lucian Schönefelder

Director KKR, Head of European Growth Equity and Digital Media PE

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Bernhard Schölkopf

Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme

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Megumi Ikeda

Managing Director, Hearst Ventures & General Manager, Hearst Ventures Europe

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Chris Boos

CEO & Founder arago GmbH

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Sabina Jeschke

Direktorin des Cybernetics Labs an der RWTH Aachen

DAS NOMINIERUNGSKOMITEE

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Grischa Brower-Rabinowitsch

Handelsblatt – Ressortleiter Unternehmen & Märkte

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Niko Mohr

Partner bei McKinsey & Company, Inc.

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Michael Dowling

Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement Universität Regensburg und Vorsitzender des Münchner Kreis

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Alois Knoll

Dirktor des An-Instituts der Technischen Universität Fortiss GmbH und Direktor der Graduate School of Information Science in Health (GSISH)